Radikalisierungsprävention

Radikalisierungsprävention in Augsburg

Radikalismus ist ein vielfältiges Phänomen. Generell spricht man von Radikalismus, wenn es um politische und soziale Ansichten von Personen geht, welche die gemeinsamen Grundlagen unserer Gesellschaft ablehnen und diese notfalls auch mit Gewalt verändern möchten. Hierzu zählen beispielsweise Nationalsozialistische oder Dschihadistische Bewegungen.

Radikale Ideologien bieten einfache Erklärungen und einfache Opfer-Täter Schemata für Sachverhalte einer immer komplexer werdenden Welt. Eine Gemeinsamkeit dieser Ideologien ist die Ablehnung einer als „die Anderen“ definierten Gruppe.

Augsburg als Friedensstadt und Stadt der Toleranz hat es sich seit dem Jahr 2016 ausdrücklich zum Ziel gesetzt, keine weiteren jungen Erwachsenen ihrer Stadtgesellschaft an jene demokratiefeindlichen, radikalen Gruppierungen zu verlieren und hat deshalb ein Netzwerk zur Prävention von Radikalisierung gegründet.

Radikalisierungsprävention geht über eine reine Sicherheitspolitik hinaus. Darum hat die Stadt Augsburg den Kommunalen Präventionsrat ins Leben gerufen, welcher ressortübergreifend arbeitet und ganzheitliche Präventionsansätze entwickelt.

Im Rahmen der universellen, selektiven und indizierten Präventionsansäte werden Eltern, Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter über die Anzeichen einer Radikalisierung geschult und beraten. Gleichfalls werden durch gezielte Projekte Resilienzen bei besonders gefährdeten Gruppen aufgebaut oder Betroffenen Hilfe für einen Ausstieg geboten.

Unser Ziel ist es, im Rahmen der Radikalisierungsprävention Menschen vor solchen Strömungen zu schützen. Dies geht am effektivsten durch die Befähigung zum Selbstschutz: durch Wissen und eine starke Gesellschaft, welche jede und jeden einbezieht, unabhängig von Herkunft, Aussehen, Alter, sexueller Orientierung oder sonstiger Merkmale. Ebenfalls bieten wir durch unser starkes Netzwerk Hilfe zu einem Ausstieg aus radikalen Strukturen.