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Nimm Platz! – Grenzen überwinden, Oberhauser Bhf

Kategorisiert in: August 4, 2016 11:36 am Nimm Platz! – Grenzen überwinden, Oberhauser Bhf

Der Helmut-Haller-Platz/Oberhauser Bahnhof ist seit Jahren negativ in der öffentlichen Wahrnehmung der Stadtgesellschaft präsent, vor allem auf Grund des Treffpunktes der örtlichen Straßenszene.

Bei Überlegungen zur Situation auf dem Platz wurde den HauptinitiatorInnen (Quartiers-management Oberhausen-Mitte, Friedensbüro, Büro für Popkultur, urbane Konfliktprä-vention) klar, dass der Helmut-Haller-Platz einen weitestgehend ungenutzten Freiraum darstellt.

Damit war die Idee für die Initiative „Nimm Platz!“ geboren: Sichtbare Nutzungsvielfalt. Daher wurde während des Wochenendes auf ein vielfältiges Spiel, Sport und Kulturpro-gramm gesetzt. Eine Vielzahl von BürgerInnen aus Oberhausen, aber auch aus anderen Stadtteilen suchten den Platz auf, um ihn einmal von einer anderen Seite kennenzulernen.

Begegnung und Austausch standen im Mittelpunkt der drei Tage. Während einer Graffiti-Aktion verschönerten neben dem Graffiti-Verein, Die Bunten e.V., auch Angehörige der Szene die öffentliche Toilette vor Ort.

Eine Modellwerkstatt inspirierte BürgerInnen dazu über künftige Aktionen, Angebote oder räumlichen Veränderungen nachzudenken, die der Helmut-Haller-Platz brauchen könnte, um attraktiver zu werden.

Die Vorschläge reichten von „eine Wiese zum in den Himmel schauen“ bis hin zu „einem Pavillon für die Szene“. Dies macht aus Sicht der urbanen Konfliktprävention auch die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Platzes sichtbar und das Potenzial, das er als Freiraum für das Quartier, aber auch darüber hinaus hat. Denn Oberhausen mangelt es insgesamt an Freiflächen, eine dichte Bebauung zeichnet den Stadtteil aus.

Die kleine Friedenstafel bildete den Höhepunkt der Aktionstage. Gemeinsam nahmen Menschen aus der Nachbarschaft, unterschiedlicher Kulturen und religiöser Gruppen, aber auch aus der Szene rund um die reich gedeckte Tafel platz. Christiane Lembert-Dobler, Leiterin vom Friedensbüro resümiert: „Die Friedenstafel fand ich sehr berührend, sie und „Nimm Platz“ werden wachsen!“