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Augsburger Studierende forschen zur Kriminalprävention

Kategorisiert in: April 19, 2016 1:15 pm Augsburger Studierende forschen zur Kriminalprävention

In Augsburg gibt es zahlreiche Akteure aus allen Bereichen der Gesellschaft, die sich dafür einsetzen, dass die Ermittlungsbehörden erst gar nicht zum Einsatz kommen müssen. Die Kriminalprävention als die Gesamtheit aller Maßnahmen, die dazu dienen sollen, kriminelle Verhaltensweisen bereits vorbeugend zu unterbinden und mögliche Entstehungsursachen für delinquentes Verhalten bereits im Keim zu ersticken, spielt in Augsburg eine wichtige Rolle. Der Kriminalpräventive Rat Augsburg (KPR) fungiert hier als eine wichtige Schnittstelle für die Koordination der unterschiedlichen Programme, die zur Verminderung der Verbrechensbelastung in der Stadt beitragen und das Sicherheitsgefühl stärken sollen.

Die Kriminalprävention ist ein äußerst vielschichtiges Themengebiet, das insbesondere durch Erkenntnisse aus der soziologischen und kriminologischen Forschung ständig neue Inspiration und Nahrung erhält. Warum also sollten Forschung und Praxis nicht auch in Augsburg vor Ort Hand in Hand gehen? Um seinen Studentinnen und Studenten Einblick in die Arbeit des KPR zu gewähren und um sie mit der kriminologischen Forschung vertraut zu machen, bot ihnen der Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie und Sanktionenrecht (Prof. Dr. Johannes Kaspar) im Wintersemester 2015/16 in Kooperation mit dem KPR ein Seminar zum Thema „Kriminalität und Kriminal- prävention am Beispiel der Stadt Augsburg“ an.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassten sich in ihren Seminararbeiten mit einem breiten Spektrum einschlägiger Fragen: Was steckt hinter Kriminalstatistiken, die in der Politik häufig als Argumentationsmittel herangezogen werden, in ihrer Aussagekraft aber relativ begrenzt sind? Inwiefern kann die Strafe oder zumindest die Androhung einer Sanktion als Mittel zur Verhinderung von Straftaten wirken? Woraus resultiert die Furcht vor Kriminalität und welche Bevölkerungsgruppen sind verstärkt von Unsicherheits- gefühlen betroffen? Neben solch eher allgemeinen Themen wurden auch konkrete Kriminalitätsphänomene unter die Lupe genommen, etwa der strafrechtliche Schutz von Prostituierten, der Umgang mit Rauschgiftkriminalität, mit Graffiti oder mit Gewalt im Fußball, weiterhin die Gestaltung des Wohnumfelds, die Stärkung des Sicherheitsempfindens durch stärkere Polizeipräsenz oder eine verstärkte Videoüberwachung.

Hier geht es zu den Studienergebnissen.